Herren 1: Starke Moral trotz 0:4-Rückstand – Bittere Niederlage gegen den Tabellenführer

Herrliches Wetter, beste Voraussetzungen, volle Motivation – alles war angerichtet für unser Knallerspiel gegen den Tabellenführer aus dem Leipziger Osten. Trotz großer personeller Sorgen wollten wir dem Spitzenreiter die Stirn bieten und seine aktuelle Schwächephase ausnutzen.

Die Ausgangslage war alles andere als einfach: Alle vier etatmäßigen Innenverteidiger fehlten verletzt oder gesperrt, dazu mussten wir auch vorne auf zwei wichtige Offensivkräfte verzichten. Umso wichtiger war die Unterstützung unserer „Zollis“ Malte, Jacob und Benny, die uns während ihrer Praxisphase in Leipzig erneut tatkräftig unterstützten.

Und genau mit dieser Verstärkung legten wir furios los. In den ersten 15 Minuten setzten wir Leipzig-Ost massiv unter Druck und waren dem Führungstreffer mehrfach ganz nah. Malte (Nr. 2) und Tobi (Nr. 18) hatten die ersten großen Möglichkeiten – das 1:0 lag förmlich in der Luft.

Doch Fußball kann brutal sein. Zwischen der 19. und 31. Minute verloren wir komplett den Faden. Begünstigt durch zwei aus unserer Sicht äußerst fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen kassierten wir innerhalb kürzester Zeit das 0:1 und 0:2. Ein Sonntagsschuss und ein Konter nach Ballverlust sorgten wenig später sogar für das 0:4.

Aber Aufgeben? Keine Option.

Nach einem starken Doppelpass zwischen Theo (Nr. 11) und Tobi kam Letzterer zunächst noch am Keeper nicht vorbei, reagierte aber blitzschnell und legte den Abpraller auf Malte ab, der zum 1:4 einschob.

Und plötzlich war das Spiel wieder komplett offen.

Wir spielten mutig weiter nach vorne, pressten hoch und zwangen den Tabellenführer immer wieder zu Fehlern. Theo eroberte sich stark den Ball, umkurvte sogar den Torwart, setzte den Abschluss aus rund 20 Metern aber knapp über das Gehäuse – unterstützt von den Platzverhältnissen, die sich im Laufe des Spiels leider doch als schwierig herausstellten.

Nur zwei Minuten später dann die nächste große Szene: Theo setzte sich erneut stark durch, wurde beim zweiten Dribbling im Strafraum gelegt und Tobi verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 2:4.

Kurz vor der Halbzeit hatten wir sogar die Riesenchance auf den direkten Anschluss. Wieder kombinierten sich Theo und Tobi stark durch, Tobi legte raus auf Anil (Nr. 19), der den Ball mustergültig flach in den Fünfmeterraum brachte. Tobi musste nur noch einschieben – doch ausgerechnet im entscheidenden Moment sprang der Ball unglücklich über seinen Fuß hinweg.

In der Halbzeit machte Trainer Köne klar:
„Männers, es sind nur zwei Tore Unterschied – und bis auf zehn Minuten spielt ihr hier absolut auf Augenhöhe, wenn nicht sogar besser als der Tabellenführer!“

Mit genau dieser Einstellung kamen wir zurück auf den Platz. Vor allem über Benny (Nr. 4) und Jacob (Nr. 10) bauten wir immer wieder sauber von hinten auf. Theo steckte zweimal stark auf Tobi durch, doch einmal fehlten Zentimeter und einmal wurde der Ball noch auf der Linie geblockt.

Auch unsere improvisierte Innenverteidigung mit Max (Nr. 5) und Denis (Nr. 9), eigentlich beide auf der Acht zuhause, lieferte in Halbzeit zwei ein starkes Spiel ab und ließ defensiv kaum noch etwas zu. Es war über weite Strecken ein Spiel auf ein Tor.

Doch trotz aller Bemühungen fehlte uns am Ende das letzte Quäntchen Glück. Weitere Chancen blieben ungenutzt und so stand am Ende eine 2:4-Niederlage gegen Leipzig-Ost auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das nach dem Spielverlauf deutlich schmeichelhafter für den Tabellenführer war, als es klingt.

Fazit:
Trotz stark reduziertem Kader war es insgesamt ein sehr gutes Spiel gegen den Tabellenführer. Am Ende kostete uns – wie leider schon häufiger in dieser Saison – eine kurze Phase der Unachtsamkeit alles Zählbare. Dennoch hat die Mannschaft erneut gezeigt, dass wir mit den Top-Teams der Liga absolut mithalten können.

Jetzt heißt es Fokus auf Mittwoch: Im Nachholspiel gegen unseren Tabellennachbarn Fortuna Leipzig wartet das nächste wichtige Duell auf uns – ein echtes „6-Punkte-Spiel“. Und eins ist sicher: Wir werden wieder alles reinwerfen!